DINH VAN

Weniger Schmuck, mehr Design

Dinh Van 1965 verliess Jean Dinh Van Cartier, nachdem er ein Jahrzehnt an der Seite der legendären Kreativdirektorin Jeanne Toussaint gearbeitet hatte, und eröffnete sein eigenes Atelier an der Place Gaillon in Paris. 

Mit einer einzigen, radikalen Idee: Schmuck gehört nicht in einen Safe. Er gehört jeden Tag getragen, von allen Menschen, auf der Strasse. 

Das war alles andere als eine bescheidene Vision. Mitte der 1960er Jahre wurde hochwertiger Schmuck fast ausschliesslich für besondere Anlässe entworfen. Dinh Van stellte dieses Verständnis vollständig infrage. Während andere Verschlüsse versteckten, machte er sie zum Mittelpunkt des Designs. Während andere zu opulenten Edelsteinen griffen, liess er sich von Alltagsgegenständen inspirieren: Vorhängeschlössern, Karabinern, Rasierklingen und Kettengliedern. 

Wie er selbst sagte: „Mein Schmuck ist niemals Fantasie. Ich möchte, dass er so selbstverständlich ist wie ein Türgriff, verbunden mit der Emotion, etwas vollkommen Neues zu entdecken.“ 

Die Idee fand schnell Anklang. Nachdem 1976 seine erste Boutique an der Rue de la Paix in Paris eröffnet wurde, folgten schon bald weitere Boutiquen in New York, Genf und Brüssel. 

The Maillon

1968 verwandelte Jean Dinh Van ein traditionelles Schmuckglied in sorgfältiger Handarbeit in eine neue, rechteckige Form mit sanft gerundeten Kanten und gab ihr den Namen Maillon. 

Die Inspiration stammte von den gusseisernen Absperrungen rund um die Opéra Garnier, unweit seines Pariser Ateliers: ein rein funktionales Objekt, das zu einer skulpturalen Form erhoben wurde. Keine Kette. Sondern ein Glied, das sich mit dem Körper bewegt, das Licht aus jedem Winkel einfängt und nichts weiter braucht, um seine Wirkung zu entfalten. 

Das Maillon nimmt innerhalb der Dinh Van Kollektion eine besondere Stellung ein. Während die Menottes die Marke in Frankreich durch ihre Zugänglichkeit und Vielfalt bekannt machten, verkörpert das Maillon in seinen Diamantversionen die architektonisch anspruchsvollste und kostbarste Ausdrucksform des Hauses. 

Seit mehr als fünfzig Jahren wird das Maillon ohne Unterbruch gefertigt, ohne jemals verändert werden zu müssen. Das ist keine Nostalgie. Das ist die Definition von gutem Design. 

Diese mit Diamanten besetzte Maillon Halskette aus 18 Karat Gold ist ein Design, das jeden Trend überdauert hat, an dem es je gemessen wurde, und zahlreiche Designs inspirierte, die danach folgten. Geschaffen, um jeden Tag getragen zu werden. Genau so, wie es gedacht war. 

Mit Dinh Van revolutionierte Jean Dinh Van den Schmuck der 1960er Jahre: Statt opulenter Kreationen entwarf er minimalistischen Schmuck für den Alltag. Bis heute steht das Pariser Maison für zeitloses Design, ikonische Kollektionen wie Maillon und eine klare Formensprache, die Generationen überdauert.