CHANEL MINAUDIÈRE BAG
Oft nur in ausgewählten Chanel Boutiquen und teilweise exklusiv für VIP Kundinnen erhältlich, gehören die Chanel Minaudières zu den begehrtesten Kreationen des Hauses. Die aufwendig gefertigten Modelle erscheinen meist in limitierter Stückzahl und verbinden aussergewöhnliche Handwerkskunst mit den ikonischen Codes der jeweiligen Kollektion.
Kleine Kunstwerke zum Tragen und begehrte Collector’s Pieces, die Chanel Geschichte und kreative Handwerkskunst in einer Tasche vereinen.
Our Bag: Camellia Minaudière
Eine Tasche in Form einer Blüte.
Für die Fall/Winter 2023/24 Collection rückte Virginie Viard eines der bekanntesten Chanel Symbole ins Zentrum: die Camellia. Sie zog sich durch die gesamte Kollektion und wurde bei diesem Treasure selbst zur Tasche.
Die Blume begleitet Chanel seit den Anfängen des Hauses. Gabrielle Chanel trug sie bereits in den 1910er Jahren, später wurde sie zu einem festen Code der Maison.
Hier wird die Camellia dreidimensional: eine skulpturale, kugelförmige Minaudière, irgendwo zwischen Tasche, Schmuckstück und Kunstobjekt.
Die Geschichte
Ihre Geschichte beginnt in den 1920er Jahren. Mit der Flapper Kultur veränderte sich auch die Art, wie Frauen Mode und Accessoires trugen. Kürzere Kleider, neue Frisuren und ein neues Gefühl von Freiheit brachten kleine Abendaccessoires in den Fokus. Zigarettenetuis, Kompaktpuder und kleine Etuis wurden in einem einzigen Accessoire zusammengeführt: der Minaudière.
Auch die Ästhetik des Art Déco prägte ihre Entwicklung. Geometrische Formen, glänzende Oberflächen und dekorative Details machten sie zu einem festen Bestandteil des Abendlooks.
Bei Chanel waren Minaudières bereits vor Karl Lagerfeld Teil der Kollektionen. Ab den frühen 2000er Jahren gab er dem Format eine neue Richtung. Alltägliche Objekte, Symbole und Formen wurden in kleine Taschen übersetzt und machten die Minaudière zu einem wiederkehrenden Element der Chanel Kollektionen.
Variants & Craftsmanship
Lagerfeld nutzte die Minaudière, um Motive und Themen der jeweiligen Kollektionen in kleine Taschen zu übersetzen. Sie erschienen auf den Ready to Wear Runways und bei den Métiers d’Art Shows, oft in Formen, die über eine klassische Abendtasche hinausgingen.
Parfumflakon, Muschel, Apfel oder Miniaturversion einer Chanel Tasche: Die Formen wechselten mit den Kollektionen. Gefertigt wurden sie aus Materialien wie Metall, Plexiglas, Perlen und Steinen, die von spezialisierten Kunsthandwerkerinnen und Kunsthandwerkern verarbeitet wurden.
Viele Modelle entstanden nur in kleinen Stückzahlen und wurden teilweise exklusiv für ausgewählte Kundinnen gefertigt. Jede Minaudière steht damit für eine bestimmte Kollektion und den gestalterischen Ansatz von Chanel.
The Camellia Flower
Die Kamelie wurde zu einem festen Bestandteil der Designsprache von Coco Chanel. Sie schätzte die schlichte, klare Form der Blume und ihre Duftlosigkeit. Dadurch konnte sie mit Chanel N°5 kombiniert werden, ohne dessen Duft zu überdecken.