Waage
Unsere liebe Waage ist DER Archetyp der Schönheit selbst: Kein anderes Zeichen steht so direkt unter der Herrschaft der Venus. Und natürlich ist es kein Zufall, dass REAWAKE Gründerin Rea Bill Waage ist. Waagen sind hier, um uns Schönheit als Wert zu lehren. Die Waage ist geboren für Mode und Ausdruck, die Kuratorin, die instinktiv weiss, was zusammengehört – Farben, Menschen, Räume, Looks. Ihre Energie ist charmant, ausgleichend und zutiefst ästhetisch: getragen von einem untrüglichen Gespür für Schönheit, Symmetrie und das richtige Mass. Nichts darf zu viel sein, nichts zu wenig. Eine echte Waage sucht immer den Punkt, an dem alles im Gleichgewicht ist und genau dadurch strahlt.
In der Mode zeigt sich dieses Zeichen durch mühelose Eleganz: Silhouetten, die Proportion feiern, statt sie zu verstecken, Farben, die mühelos miteinander sprechen, Kombinationen, die nie zufällig wirken, auch wenn sie es manchmal sind. Wir denken an die perfekte Balance zwischen zwei Gegensätzen, an ein Outfit, das aussieht, als hätte es sich von selbst zusammengefügt. Die friedvolle Zeit der Waage-Sonne lädt uns dazu ein, genauer hinzusehen: Was gefällt uns wirklich, was passt nur zusammen, weil man es uns so verkauft hat? Und: Die Waage begegnet Circular Fashion auf ganz natürliche Weise: Sie mischt neu, kombiniert quer durch die Epochen, findet in einem zwanzig Jahre alten Blazer die perfekte Ergänzung zu einem Teil von heute. Für die Waage war Stil noch nie eine Frage der richtigen Kombination.
Brigitte Bardot
Brigitte Bardot ist die Waage in ihrer sonnigsten, sinnlichsten Form. Niemand hat je so mühelos ausgesehen – der zerzauste Pferdeschwanz, das Gingham-Kleid, die nackten Füsse im Sand von St. Tropez. Kein Look war durchgestylt, und doch war jeder ein Statement. Genau das ist die Waage-Magie: Schönheit, die nicht arbeitet, sondern einfach ist. Bardot verstand Mode als Ausdruck von Freiheit, nicht von Etikette. Sie brach mit dem strengen Pariser Chic ihrer Zeit und erfand dabei etwas Neues: einen laid-back Luxus, der bis heute kopiert wird. Sie wusste, dass wahre Anziehungskraft aus der Balance, die zwischen Verführung und Unschuld, zwischen Stil und Wildheit entsteht.
Später zog sie sich bewusst zurück, dem Trubel und dem Glamour den Rücken kehrend, um ein einfacheres Leben mit Tieren und Natur zu führen, auch eine sehr Waage-typische Suche nach dem Gleichgewicht zwischen öffentlichem Glanz und privatem Frieden. Bis heute bleibt sie der Beweis, dass der grösste Stil oft der ist, der am wenigsten gewollt wirkt. Nicht ohne Grund müssen wir bei jeder Korbtasche an sie denken.
Der Waage Look
Farbwelt: Klare und fein klassische Töne mit einem Hauch von Romantik. Farben, die sich ergänzen, nie konkurrieren. Nichts ist zufällig gewählt: Jede Nuance steht im Dialog mit der nächsten, ein bisschen so wie ein gut komponiertes Bild.
Silhouette: Ausbalanciert und fliessend zugleich. Klassisch mit einem eleganten Twist. Wickelkleider, die die Taille betonen, ohne einzuengen, weich fallende Blusen zu präzise geschnittenen Hosen und tolle Mäntel. Waage liebt Symmetrie – aber auch den einen bewussten Bruch, der einen Look erst interessant macht.
Material: Satin, feiner Chiffon, weicher Kaschmir, Seide mit Fall. Stoffe, die Licht reflektieren und sich bewegen, wenn man geht. Nichts Steifes, gerne aber Haltung. Alles darf sich ein wenig bewegen, wie ein Kompliment, das man im Vorbeigehen hört.
Styling: Durchdacht, aber nie angestrengt. Ein Blazer über einem Slipdress, Perlenschmuck zu etwas Unerwartetem, zwei Farben, die überraschend gut zusammenpassen. Accessoires werden zur Kunst des Ausgleichs: Ein Statement Ohrring reicht, wenn der Rest ruhig bleibt.
THE REAWAKE EDIT — Curated Treasures für den Jungfrau Mood
Refine & Order
Ein Ritual für Ausgleich, Schönheit und die Kunst der Kombination.
Die Waage beginnt nicht mit einem Teil, sondern mit einer Beziehung. Die Beziehung zu uns selbst und unsere Hüllen. Wir stellen uns vor den Spiegel und probieren zwei Dinge, die eigentlich nicht zusammengehören sollten. Ein altes Stück, ein neues Stück. Etwas Strenges, etwas Weiches. Die Waage sucht nicht Perfektion – sie sucht immer die Spannung, das Spiel mit den Proportionen, Farben und Materialien.
Wir räumen den Kleiderschrank also nicht nach Farben oder Anlässen, sondern nach Gefühl der Zugehörigkeit: Was ergänzt sich? Welches Stück bringt das andere erst so richtig zum Leuchten? Wir denken in Paaren!! So will es die Waage. Vielleicht investieren wir diesen Monat in ein Teil, dass sich mit fast allem kombinieren lässt, in die Balance zwischen kühlen Understatement und dem grossem Auftritt. Apropos grosser Auftritt: Die Waage ist ja immer auch die Zeit des Zürcher Filmfestival.
Rei Kawakubo
Rei Kawakubo ist die legendäre Gründerin von Comme des Garçons und die Waage, die niemand erwartet.
Sie ist vermutlich die radikalste Form, die dieses Zeichen annehmen kann. Während andere Balance in Symmetrie suchen, findet Kawakubo sie im bewussten Bruch: Asymmetrie, Löcher, Beulen, Schwarz auf Schwarz.
Als sie 1981 mit Comme des Garçons zum ersten Mal in Paris zeigte, nannte man ihre Kollektion schockiert "Hiroshima Chic" die zerrissenen Stoffe, die fehlende Taille, keine westliche Silhouette. Aber: es war kein Angriff auf Schönheit, es war eine neue Definition davon. Kawakubo entwirft nach einem Gefühl, einem Wort, einer Idee und dann folgt die Form. "Ich will Kleidung machen, die es noch nie gegeben hat", sagt sie, und genau das ist die Waage-Wahrheit hinter ihrer Rebellion, sei sucht ein Gleichgewicht in einer Welt die sie selber erschaffen hat.
Mit dem ikonischen „Dover Street Market“ erschuf sie ausserdem einen kuratorischen Raum, in dem unabhängige Designer und grosse Häuser nebeneinander bestehen dürfen, auch das ist eine Beziehung zur Balance. hre Stücke altern nie, weil sie nie einem Trend gehörten: Ein Comme-des-Garçons-Teil von 1997 ist heute so eigenständig wie damals, eine absolut tragbare Skulptur und damit die vielleicht konsequenteste Circular-Fashion-Philosophie im ganzen Archiv. Schönheit, sagt Kawakubo, muss nicht gefallen. Sie muss echt sein.
COSMIC NOTES - Monatshoroskop Oktober 2026
Am 23. September wechselt die Sonne in die Waage, und mit ihr beginnt der Herbst. Tag und Nacht stehen für einen Moment im perfekten Gleichgewicht, die Tag und Nacht Gleiche, bevor sich die Waage entscheidet, wonach sie sich sehnt, wird noch einmal alles austariert.
Es ist der natürlichste Waage-Moment des Jahres: der Punkt, an dem wir innehalten, bevor wir loslassen. Schon am 26. September macht der Vollmond diese Spannung sichtbar. Die Sonne steht in der Waage dem Mond im Widder gegenüber das Ich und das Du, Beziehung und Eigenständigkeit, geraten kurz aus der Balance, damit wir merken, wo wir sie wiederfinden müssen. Gleichzeitig weicht Neptun jede klare Kontur ein wenig auf – Gefühle werden grösser als Fakten, während eine sanfte Verbindung zu Pluto uns erlaubt, tief zu schauen, ohne zu zerbrechen. Zwei Tage später bringt eine Verbindung zu Uranus einen Hauch Überraschung: ein plötzlicher, klarer Gedanke, den wir gar nicht kommen sahen. Ende September wird es lebendiger: Mars wechselt in den Löwen und bringt wärmere, spielerischere Energie, während Merkur in den Skorpion zieht – unsere Gespräche werden tiefer, ehrlicher, manchmal auch unbequemer. Genau in diese Zeit fällt eine erste Berührung mit Chiron, die sich Ende Monat und dann noch einmal am 21. Oktober wiederholt: alte, empfindliche Stellen, oft rund um den eigenen Wert, werden kurz sichtbar. Nicht um wehzutun, sondern um endlich versorgt zu werden. Der wichtigste Moment der Waagezeit beginnt am 3. Oktober: Venus, die Herrscherin der Waage, wird rückläufig und bleibt es bis weit in den November hinein. Für kein anderes Zeichen ist das bedeutungsvoller. Venus bittet uns, nicht neu zu kaufen, sondern zurückzuschauen: Was haben wir schon, das wir nur vergessen haben zu lieben? Welches Stück im Schrank wartet nur auf eine neue Naht, einen neuen Knopf, eine zweite Chance? Es ist die kosmische Einladung zum Reparieren statt Ersetzen also genau das, wofür Circular Fashion steht. Der Neumond am 10. Oktober fällt mitten in diese rückläufige Zeit und wird dadurch leiser als sonst: kein lauter Neuanfang, sondern ein stilles Ja zu dem, was bereits da ist. Mitte Oktober hellt sich die Stimmung auf: Die Sonne verbindet sich weich mit Jupiter, und Pluto wird nach Monaten der Innenschau endlich wieder direktläufig – Bewegung, die sich lange aufgestaut hat, darf jetzt wieder fliessen.
Die Waage-Saison 2026 ist damit weniger ein Monat des Neuen als ein Monat des Wiedersehens zum Beispiel mit dem ersten Mantel, der wieder aus dem Schrank geholt wird und vielleicht mit dem einen Stück, das schon lange auf den Weg zur Schneiderei wartet. Denken wir daran: Loslassen heisst nicht wegwerfen. Es heisst: Platz schaffen für das, was bleibt, indem wir dem, was wir schon lieben, noch einmal eine Chance geben. Auf allen Ebenen!!